Schmerztherapie gegen Rückenschmerzen
Gut besuchte Patientenveranstaltung im EvK Witten
Zum Jahresauftakt eröffnete Dr. Peter Koch, Facharzt für Orthopädie in der Praxis Centrovital in Witten, die Vortragsreihe „Medizin konkret“ im Evangelischen Krankenhaus Witten und informierte die Anwesenden über unterschiedliche Ansätze multimodaler Therapieverfahren bei Rückenschmerzen.
Chronische Schmerzen lassen sich in verschiedene Stadien einteilen. „Die höchste Stufe beschreibt einen über mehrere Monate währenden Dauerschmerz ohne spürbare Intensitätswechsel“, erklärt Dr. Peter Koch die Begrifflichkeit zu Beginn seines Vortrags. Der Facharzt für Orthopädie aus der Praxis Centrovital in Witten ergänzt, dass solche dauerhaften Schmerzreize häufig zu psychischen Problemen führen können. Reicht eine ambulante Therapie nicht mehr aus, stellt die multimodale Schmerztherapie eine wirksame Alternative dar, um einen operativen Eingriff hinauszuzögern oder gar zu vermeiden.
Diese Therapieform kombiniert medikamentöse Behandlungen, physiotherapeutische Maßnahmen und psychotherapeutische Ansätze während eines etwa einwöchigen stationären Aufenthalts im EvK Witten. Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung sind gezielte Injektionen an der Wirbelsäule, wie beispielsweise die Gelenkinfiltration. An zuvor markierten Stellen injizieren Orthopäden gezielt Lokalanästhetika, um die Schmerzen zu lindern. „Die richtige Medikation wird oft schrittweise in Zusammenarbeit mit dem Patienten ermittelt“, informiert Dr. Peter Koch. Am Ende zielt diese Art der Therapie immer darauf ab, die Schmerzen zu lindern, Medikamente zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhöhen. „Diese Therapie kann wiederholt werden, denn eine chronische Erkrankung braucht eine chronische Therapie“, erklärt Dr. Koch. „Doch wenn die Gehstrecke nur noch fünf Minuten beträgt und weder Medikamente noch Physiotherapie helfen, ist eine Operation oft die beste Option.“
Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe „Medizin konkret“ findet am 19. Februar 2025 um 17 Uhr statt. Dabei spricht Prof. Dr. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Klinik für Urologie, über das Thema „Erektionsstörungen – Von der Diagnose zur modernen Therapie“.
