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Was tun bei Schilddrüsenknoten?

| News Witten

Chefarzt gab Antworten bei Medizin konkret im EvK Witten

Im Rahmen der Vortragsreihe „Medizin konkret“ informierte Matthias Blase zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher über das Thema Schilddrüsenknoten. Der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Witten, das zum EVA Ruhr gehört, gab einen kompakten Überblick über die Funktion der Schilddrüsen allgemein sowie Diagnostik und Therapieansätze dieser Erkrankung.

Zu Beginn seines Vortrags betonte Matthias Blase die zentrale Rolle der Schilddrüse: „Sie steuert mit ihren Hormonen die Stoffwechselaktivität in fast allen Bereichen des Körpers.“ Wird ihre Funktion zum Beispiel durch einen Knoten gestört, kann das den ganzen Organismus beeinflussen. Als wichtigste Ursache für die Erkrankung nannte Blase den Jodmangel, dem man mit jodiertem Speisesalz sowie Fisch und Meeresfrüchten auf dem Speiseplan vorbeugen könne. Kleine Knoten seien meist harmlos und blieben ohne Beschwerden. „Erst größere Knoten führen manchmal zu einem Druck- oder Kloßgefühl, zu Schluckproblemen oder Heiserkeit“, erklärte der Chefarzt. Schilddrüsenkrebs trete jedoch insgesamt selten auf und habe eine sehr geringe Sterberate. Bei der Diagnostik setzt die moderne Medizin auf ein breites Spektrum: Sie beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der auch familiäre Faktoren einfließen, führt über das Abtasten der Schilddrüse zu Laboruntersuchungen und reicht zu Sonografie, Szintigrafie oder einer Punktion.

Die anschließende Behandlung richtet sich nach der individuellen Situation der Patientinnen und Patienten. Kleine, unauffällige Knoten beobachtet das Behandlungsteam zunächst regelmäßig. Werden Knoten jedoch größer oder bereiten Beschwerden, kommen operative Eingriffe infrage – von der Entfernung einzelner Knoten bis zur kompletten Entfernung der Schilddrüse.  Matthias Blase beruhigte: „Sollte das Organ vollständig entfernt werden müssen, können Hormone mit der Einnahme einer Tablette am Tag problemlos zugeführt werden.“

Zum Abschluss nimmt sich der Chefarzt Zeit, zahlreiche Fragen der Besucherinnen und Besucher ausführlich zu beantworten. Für eine persönliche Beratung bietet das EvK Witten eine Sprechstunde zu diesem Thema an. Termine können unter Telefon 02302-175-2434 vereinbart werden.

Die nächste Veranstaltung der Reihe „Medizin konkret“ findet am 17. Dezember 2025 um 17 Uhr im EvK Witten statt. Dann beantwortet Dr. Thomas Meister, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, in einer anästhesiologischen Fragestunde die Fragen der Besucher*innen zu Narkoseverfahren und möglichen Risiken.

Das EvK Witten ist Teil des Evangelischen Verbunds Augusta Ruhr (EVA Ruhr), zu dem unter anderem sieben Krankenhausstandorte in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne, Herne-Eickel und Witten gehören.