Wenn der Schmerz in Knie und Hüfte zu stark wird
Gut besuchte Patientenveranstaltung im EvK Witten
Wann ist der Einsatz eines künstlichen Gelenks sinnvoll, wie läuft die Operation ab und was erwartet Patientinnen und Patienten in der Zeit danach? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe Medizin konkret. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich bei Dr. Guido Rölleke, Chefarzt der Kliniken für Orthopädie und Unfallchirurgie in den EvKs in Witten und Herne über Ursachen, Behandlungswege und Nachsorge bei Gelenkersatz in Knie und Hüfte. Beide Krankenhäuser gehören zum Evangelischen Verbund Augusta Ruhr (EVA Ruhr).
Typische erste Anzeichen für Verschleißerscheinungen sind Schmerzen beim Treppensteigen, ein Spannungsgefühl im Knie oder Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen. Die meisten Betroffenen einer sogenannten Gelenkarthrose kennen diese Symptome sehr gut. Konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Akupunktur und gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen können den Krankheitsverlauf oft deutlich hinauszögern. „Doch wenn Schmerzen und Einschränkungen den Alltag stark bestimmen, ist es Zeit, über eine Operation nachzudenken“, betonte Dr. Guido Rölleke und zeigte den anwesenden Besuchern verschiedene Gelenkprothesen, um den operativen Eingriff zu veranschaulichen.
Bereits am ersten Tag nach der OP üben Betroffene zusammen mit einem Physiotherapeuten erste Schritte und Treppensteigen, denn eine frühzeitige Mobilisation ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Behandlung. „Das neue Gelenk darf sofort belastet werden“, so Dr. Rölleke. Von extremen Beugebewegungen oder ruckartigen Drehungen rät er allerdings ab. Die Klinik im EvK Witten verfügt über große Erfahrung im Bereich der Endoprothetik und ist als zertifiziertes Zentrum anerkannt.
Nach einem stationären Aufenthalt von ungefähr einer Woche folgt in der Regel eine Reha, die entweder ambulant oder stationär erfolgen kann. Dort lernen die Betroffenen, Kraft und Beweglichkeit systematisch wieder aufzubauen, um nach etwa drei bis sechs Monaten weitestgehend beschwerdefrei den Alltag bestreiten zu können. Im Anschluss an den Vortrag nahm sich Dr. Rölleke viel Zeit für Fragen der interessierten Besucher*innen.
Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe „Medizin konkret“ findet am 17. September 2025 um 17 Uhr statt. Dabei spricht Dorian Zeqiri, Leitender Notarzt und Oberarzt der Klinik für Anästhesie- und Intensivmedizin über das Thema „Vom häuslichen Notfall in die Notaufnahme – Abläufe der Notfallversorgung“.
