Chirurgin mit Herz und handwerklichem Geschick
Dr. Thulasi Kirupanathan neue Oberärztin im EvK Witten
Das Problem buchstäblich in der Hand zu haben und mit handwerklichem Geschick zu lösen, den Tumor zu sehen und mit gezielten Schnitten zu entfernen – das ist es, was Dr. Thulasi Kirupanathan an der Chirurgie reizt. Schon im Jugendalter wusste die gebürtige Mülheimerin, dass ihr beruflicher Weg sie eines Tages in den OP führen würde. Der liegt nun in der 1. Etage des Evangelischen Krankenhauses Witten, ein Krankenhaus im Ev. Verbund Augusta Ruhr (EVA Ruhr). Die Fachärztin für Allgemeinchirurgie verstärkt dort seit Mai als Oberärztin das Team der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie um Chefarzt Matthias Blase.
Schon während ihres Studiums an der Universität Witten/Herdecke lernte Thulasi Kirupanathan das EvK kennen, nahm im Haus an diversen Kursen teil. Zuletzt im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke tätig, freut sich die chirurgische Oberärztin, nun im EvK Witten an der Weiterentwicklung der Abteilung mitwirken und damit Teil des EVA Ruhr sein zu können. Zum EVA Ruhr gehören sieben Krankenhäuser – neben dem EvK Witten auch Kliniken in Gelsenkirchen, Bochum, Hattingen, Herne und Castrop-Rauxel. Alle zusammen decken ein breites chirurgisches Spektrum ab. „Während wir in Witten neben der chirurgischen Grundversorgung und Hernieneingriffen insbesondere auf die operative Behandlung von Erkrankungen der Bauchorgane spezialisiert sind, können wir verbundweit sämtliche großen viszeralchirurgischen Operationen abdecken“, sagt Matthias Blase, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.
Die Schwerpunkte von Dr. Kirupanathan liegen in der Darm- und Hernienchirurgie. Hier bringt sie eine große Expertise in der für Patienten besonders schonenden Schlüsselloch-Chirurgie mit, beherrscht selbstverständlich aber auch die herkömmliche Operationsmethode, bei der „offen“ operiert wird. In jedem einzelnen Eingriff sieht sie nicht nur die medizinische Herausforderung, sondern auch die Verantwortung dem ganzen Menschen gegenüber. „Ich möchte moderne, sichere Chirurgie mit Menschlichkeit verbinden. Fachliche Präzision und persönliche Zuwendung dürfen sich nicht ausschließen – sie gehören zusammen“, sagt Dr. Kirupanathan.
Neben ihrer fachlichen Expertise bringt sie noch etwas mit: kulturelle Sensibilität. Selbst ein Kind des Ruhrgebiets, liegen ihre familiären Wurzeln in Sri Lanka. Dr. Thulasi Kirupanathan sieht sich deshalb als wichtige Brückenbauerin für Patienten mit Migrationshintergrund. Sie spricht neben Deutsch auch fließend Englisch und Tamil.
In ihrem beruflichen Alltag hilft ihr außerdem ihre Rolle als Mutter einer sechsjährigen Tochter. „Chirurgin zu sein und Mutter – das sind keine Gegensätze. Beides fordert Verantwortung, Organisation, Mitgefühl und klare Entscheidungen. Ich habe gelernt, dass beides sich nicht nur vereinbaren lässt, sondern sich gegenseitig stärkt“, sagt Dr. Thulasi Kirupanathan. Davon sollen künftig auch die Patientinnen und Patienten in Witten profitieren.
