Zeit für Gespräche und zum Zuhören

Sterbebegleitung am Ev. Krankenhaus Witten
Bruno J. Sobotka

26. Juli 2013

Ehrenamtlicher Hospizhelfer Bruno J. Sobotka besucht seit 15 Jahren Patienten der Klinik für Geriatrie am Ev. Krankenhaus Witten

Patienten mit schweren Erkrankungen, gerade in der letzten Phase ihres Lebens, sind froh, wenn jemand für sie da ist und sich Zeit für ein Gespräch nimmt. Bruno J. Sobotka ist bereits seit 15 Jahren als Hospizhelfer im Ev. Krankenhaus Witten ehrenamtlich tätig und besucht dort regelmäßig Patienten der Klinik für Geriatrie.

Bruno J. Sobotka, der 1944 in Gelsenkirchen geboren wurde, musste seinen Beruf als Bankkaufmann aus gesundheitlichen Gründen schon 1998 aufgeben. Seitdem widmete er sich seinen ehrenamtlichen Interessen. Dazu gehörte von Anfang an die Hospizarbeit. Als Bruno J. Sobotka und seine Frau 1998 von der anstehenden Gründung des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen hörten, traten sie dem Verein bei und absolvierten die einjährige Hospizbegleiter-Ausbildung. Dazu gehörte auch ein viermonatiges Praktikum, das Bruno J. Sobotka in der Klinik für Geriatrie am Ev. Krankenhaus absolvierte. Seitdem ist er in Abstimmung mit Chefarzt Dr. Ulrich Weitkämper und dem Ambulanten Hospizdienst dort tätig und steht mit weiteren Hospizbegleitern des Vereins den Patienten des Ev. Krankenhauses als Ansprechpartner zur Verfügung.

„Die Vertraulichkeit der Gespräche öffnet Schleusen und erleichtert von dem Druck, der auf Vielen lastet“, erklärt Bruno J. Sobotka. „Auch für viele Angehörige ist es eine große Hilfe, mit jemandem reden und sich über seine Sorgen austauschen zu können.“

Neben der Hospizarbeit gehören die heimische Geschichtsforschung und die Denkmalpflege zu Bruno J. Sobotkas Interessen. Unter anderem verfasste er 1990 zum 100. Geburtstag des Mutterhauses des Diakoniewerkes Ruhr Witten die Festschrift „Helfen und helfen lernen – 100 Jahre Diakonissen-Mutterhaus Witten“. Für seine Bemühungen um die Geschichte Wittens wurde ihm 1991 die Bundesverdienstmedaille verliehen, 1997 erhielt er für die Herausgabe einer sechsteiligen Buchreihe mit dem Titel „Burgen, Schlösser, Gutshäuser in den neuen Bundesländern“ das Bundesverdienstkreuz am Band. Die Deutsche Burgenvereinigung ernannte ihn zum Ehrenmitglied.

Das Ev. Krankenhaus Witten freut sich über Ehrenamtliche, die die Palliativarbeit unterstützen möchten. Interessenten können sich für weitere Informationen an Pflegebereichsleitung Michael Capo wenden: Tel. 02302/175-6444

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