Hochmoderne Technik in den OP-Sälen

Neuer OP

30. Dezember 2022

Das EvK Witten hat seine Operationssäle im Zentral-OP auf den neuesten Stand der Medizin- und IT-Technik gebracht und treibt damit die Digitalisierung im Krankenhaus weiter voran.

Mehr als 1,6 Mio. Euro investierte das Evangelische Krankenhaus Witten in die bauliche Sanierung und die hochmoderne Ausstattung. „Wir sind nun optimal ausgerüstet“, sagt Andreas Moritz, Leitung OP-Pflege.

Zu den Neuerungen zählen ein elektrisch verstellbarer OP-Tisch, der eine präzisere Lagerung des Patienten ermöglicht, neue Beleuchtung und zusätzliche Monitore für eine noch bessere Übersicht. Und auch das Interieur in frischem Blau und warmen Sandtönen fällt gleich ins Auge. Dabei ist die wohl größte Investition auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen: das moderne IT-System. Die vier OP-Säle sind nun mit dem Krankenhausinformationssystem vernetzt.

Damit macht das EvK Witten einen großen Schritt Richtung Digitalisierung. Denn die neue Technik ermöglicht dem Operateur intraoperativ direkten Zugriff auf Patientendaten. Er kann vom OP-Tisch aus auf alle Unterlagen zugreifen, die in der elektronischen Patientenakte hinterlegt sind, und sich beispielsweise ein vor dem Eingriff erstelltes CT komfortabel auf einem der vier großen Monitore anschauen. Eine technische Besonderheit bieten die neuen OP-Lampen. Sie leuchten mit ihrer LED-Technik das Operationsfeld mit einer fünfmal so großen Lichtausbeute optimal aus und sind zusätzlich mit einer Kamera ausgestattet. Diese technische Besonderheit ermöglicht es, während des Eingriffs Bildaufnahmen zu erstellen und im System abzuspeichern. Zudem können dank der neuen Technik Operationen nun auch in Echtzeit übertragen und zum Beispiel Ärzte bei komplizierten Operationen per Videokonferenz hinzugeschaltet werden. „Als Lehrkrankenhaus der Universität Witten/Herdecke ist das eine sehr anschauliche Möglichkeit, Studierende zu unterrichten“, sagt Matthias Blase, Chefarzt der Klinik für Viszeralchirurgie.

Das EvK Witten hatte 2019 mit der Kernsanierung seiner OPs begonnen und nach und nach alle vier Säle, die noch aus den 1970er Jahren stammten, modernisiert. Um den übrigen Operationsbetrieb nicht zu stören, war der Umbau im Vorfeld aufwendig bis ins kleinste Detail vorbereitet und mit der Hygiene abgestimmt worden. Die betroffenen Säle wurden jeweils komplett staubisoliert. Wichtige Eingriffe mussten während der Maßnahmen übrigens nicht warten: Sie waren jeweils in einem der anderen OPs möglich.

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