„Baum der Hoffnung“ lässt Zuversicht wachsen

Frau und Mann am Baum
Ingeborg Drossel und Stephan Happel am "Baum der Hoffnung"

16. April 2021

Das EvK Witten gedenkt der Corona-Toten: Mit einer besonderen Aktion, einem Baum der Hoffnung, möchte die Seelsorge Betroffenen Trost und Kraft spenden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den 18. April 2021 zum Gedenktag für die rund 80.000 Corona-Toten in Deutschland ausgerufen. Auch im Evangelischen Krankenhaus Witten sind COVID-19-Patienten gestorben. Anlass für Seelsorger Stephan Happel, sich im EvK mit einer Aktion an dem Gedenktag zu beteiligen. Vom 16. bis 25. April entsteht hier ein „Baum der Hoffnung“.

Die Mitarbeitenden des EvK haben während dieser Zeit die Gelegenheit, auf bunten Karten zu notieren, was sie zuversichtlich stimmt, was ihnen Hoffnung gibt. Die Karten werden anschließend in einen Ginkgobaum gehängt, der draußen neben dem Eingang steht. Zudem liegt ein Kondolenzbuch aus, in dem die Mitarbeitenden von ihrer Trauer oder Anteilnahme im Gedenken an die Corona-Toten schreiben können.

Über 40 Patient*innen sind im EvK Witten an den Folgen ihrer COVID-19-Erkrankung verstorben. „Angehörige und Freunde haben Menschen verloren, die ihnen am Herzen liegen. Aber auch für unsere Mitarbeitenden war und ist es sehr belastend, wenn sie Menschen, die sie wochenlang intensiv versorgt haben, nicht im Leben halten können. Das fordert auch alle innere Kraft", sagt Stephan Happel.

Zum Ende der Aktion, die in allen Häusern der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne|Castrop-Rauxel stattfindet, erhält der Ginkgobaum einen Platz im Krankenhausgarten – damit die Hoffnung „Wurzeln schlagen“ kann. Bei der Andacht zur Pflanzung werden auch die ausgefüllten Karten thematisch eingebracht. „So nehmen wir im Gedenken auch das Leben wieder in den Blick“, erklärt Stephan Happel. Auch wenn die Pandemie mit vielen Belastungen einhergegangen ist und immer noch einhergeht, dürfe man nicht außer Acht lassen, dass es doch nun langsam Licht am Horizont gebe. Die wachsende Zahl der Geimpften sei ein solcher Hoffnungsschimmer.

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