Telefonsprechstunde zum Thema Darmkrebs mit Experten des EvK Witten

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Das Expertenteam besteht aus den Chefärzten Matthias Blase, Dr. Mario Iasevoli und Dr. Christoph Hackmann

10. März 2021

Vorsorgeuntersuchungen sind der beste Ansatz, um bösartige Erkrankungen rechtzeitig zu bemerken und frühzeitig zu behandeln. So verhält es sich auch mit Darmkrebs. Um das Bewusstsein der Menschen dafür zu schärfen, widmen sich drei Experten des EvK am 11. März von 16 - 18 Uhr in einer Telefonsprechstunde den Fragen.

Unser Darm gilt als Hochleistungsorgan unseres Körpers. Daher müssen wir uns gut um ihn kümmern, mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und der Vermeidung von Alkohol und Zigaretten. Das ist aber nur die eine Seite. Die andere ist eine regelmäßige Kontrolle durch einen Arzt. Denn Darmkrebs ist dank regelmäßiger Vorsorge tatsächlich vermeidbar. Darauf macht auch der bereits zum 20. Mal stattfindende Darmkrebsmonat der Felix Burda Stiftung aufmerksam.

Ab 50 Jahren sollten sich Frauen und Männer regelmäßig einer Kontrolluntersuchung unterziehen. Die Kosten dafür trägt die Krankenkasse. Das ist auch der Fall, wenn wegen familiärer Vorbelastung schon in jüngeren Jahren zur Vorsorge geraten wird. Eine sehr wichtige Methode ist die Darmspiegelung. Doch bei dem Gedanken daran wird den meisten Menschen etwas mulmig. Dabei hat sich die sogenannte Koloskopie in den letzten Jahren sehr verändert. Die Instrumente sind deutlich dünner als noch vor einigen Jahren. Dazu erhalten die Patienten eine gut verträgliche Betäubung, damit sie von der Untersuchung absolut nichts mitbekommen. „Darmtumore entwickeln sich meist aus gutartigen Polypen, die sich größtenteils bereits während einer Spiegelung entfernen lassen. Bleiben sie jedoch über Jahre hinweg unentdeckt, können daraus bösartige Tumore entstehen,“ erklärt Dr. Mario Iasevoli, Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie am Evangelischen Krankenhaus Witten. Nur wenn der Polyp zu groß ist oder er sich in ungünstiger Position im Darm entwickelt hat, ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. „Meistens lassen sich befallene Stellen mit minimalinvasiver Technik entfernen,“ weiß Matthias Blase, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Diese Methode ist für Patientinnen und Patienten weniger schmerzhaft, sie sind schneller wieder mobil und haben seltener mit Folgeerkrankungen wie Narbenbrüchen oder Wundentzündungen zu kämpfen,“ ergänzt er.
Um den Patienten eine optimale Behandlung zukommen zu lassen, arbeiten am EvK die zuständigen Kliniken engmaschig zusammen. Sollte sich ein bereits bösartiger Befund ergeben, so wird auch die Klinik für Onkologie mit ihrem Chefarzt Dr. Christoph Hackmann hinzugezogen: „Entwickelt sich ein Tumor im Enddarm, erfolgt oft eine Strahlentherapie mit oder ohne begleitende Chemotherapie vor einem chirurgischen Eingriff, um den Tumor vorab zu verkleinern und die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens an gleicher Stelle zu senken. Im Dickdarm erfolgt eine Chemotherapie zumeist erst in der Nachbehandlung, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind,“ erklärt er. Über solche und weitere Behandlungen stimmen sich die Ärzte untereinander ab, damit jeder Darmkrebs-Patient ein individuelles Versorgungskonzept erhält. „Wir sind ein eingespieltes Team, das sich den Erkrankungen der Patienten individuell und ganzheitlich annimmt,“ lobt Matthias Blase die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Unterm Strich sind sich alle einig: Eine regelmäßige Vorsorge, eine frühzeitige Diagnose und eine optimale interdisziplinäre Behandlung sorgen dafür, dass Darmkrebs in vielen Fällen dauerhaft heilbar ist.

Richten Sie Ihre Fragen in der Telefonsprechstunde am 11. März von 16-18 Uhr an:

Matthias Blase, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie: 02302-175-1702
Dr. Mario Iasevoli, Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie: 02302-175-1700
Dr. Christoph Hackmann, Chefarzt für Onkologie: 02302-175-1701

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