Pflegefachschule unter neuer Leitung

Mitarbeitende am EvK Witten
Frauke Gorontzi

6. März 2020

Frauke Gorontzi tritt die Nachfolge von Mark Brinkmann an. Umstellung auf die generalistische Pflegeausbildung erste große Aufgabe

Die Pflegefachschule des EvK Witten – die frühere Gesundheits- und Krankenpflegeschule – hat eine neue Leiterin: Frauke Gorontzi hat zum 1. März 2020 die Nachfolge von Mark Brinkmann angetreten, der eine neue berufliche Herausforderung angenommen hat.

Die Diplom-Pflegewissenschaftlerin ist als Leiterin an die Ausbildungsstätte zurückgekehrt, an der sie selbst 1993 nach dem Abitur eine Krankenpflegeausbildung am Ev. Krankenhaus Witten begonnen hat. Parallel dazu nahm sie ein erziehungswissenschaftliches Studium an der Fernuniversität Hagen auf. „Schon damals hatte ich den Wunsch, in die berufliche Bildung zu gehen. Dabei war mir die Verbindung zwischen Theorie und Praxis von Anfang an besonders wichtig: Keine von beiden kann ohne die andere“, erklärt die 45-Jährige. „Außerdem wollte ich immer nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern selbst praktisch erlernt und erfahren haben, wovon ich spreche.“

Diese Erfahrung konnte Frauke Gorontzi im EvK Witten ebenso wie in diversen Stabs- und Leitungsstellen innerhalb des Evangelischen Verbunds Ruhr sammeln. „Den ganzen Zeitraum über habe ich durch Dozententätigkeit und zahlreiche Lehraufträge an der Evangelischen Hochschule in Bochum die Gelegenheit genutzt, Praxis zum Lernanlass für Studierende zu machen und Inspirationen für die Praxis mitzunehmen“, betont sie.

Die Umstellung auf die neue Pflegeausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ wird in Frauke Gorontzis neuer Funktion an der Pflegefachschule des EvK Witten die erste große Aufgabe sein. Am 1. Oktober 2020 startet der erste Kurs nach dem neuen Modell, das die bisherigen Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem Bildungsgang zusammenfasst.

Frauke Gorontzi wird als Leitung der Pflegefachschule die Verantwortung für die pädagogische und administrative Organisation der Schule übernehmen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die wirtschaftliche Betriebsführung. Eine Hauptaufgabe der Tätigkeit wird die Erarbeitung von Richtlinien für die Arbeit der Pflegefachschule im Kontext eines Qualitätsmanagements sein. Für die generalistische Ausbildung müssen ein Curriculum, eine praktische Ausbildungsplanung und Stoffverteilungspläne erstellt werden. Daneben ist die Auswahl von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern für die Ausbildung durchzuführen. Neben der Erteilung von Fachunterricht und Einteilung der praktischen Einsätze der Schülerinnen und Schüler ist auch deren Beratung ein wichtiges Element der Tätigkeit.

Eine Herausforderung, der sie sich gerne stellt. „Ich möchte, dass diejenigen, die den Pflegeberuf ergreifen wollen, in der Ausbildung ihre Kompetenzen entwickeln und erkennen, in welchem Bereich sie diese an besten einbringen können“, erklärt Frauke Gorontzi. „Jeder hat Fähigkeiten und Talente, die man freilegen muss.“ Die generalistische Ausbildung sieht sie dabei als Chance. Aus ihrer beruflichen Praxis kennt Frauke Gorontzi mit Krankenhaus und Altenpflegeheim zwei große Versorgungsbereiche. „Beide können voneinander lernen“, ist sie überzeugt.

Kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Krankenhaus sieht sie als großen Vorteil. „Unsere Auszubildenden lernen in kleinen, intensiven Gruppen“, erklärt Frauke Gorontzi. „Engagierte Lehrkräfte sowie erfahrene Praxisanleitungen auf den Stationen bürgen für eine gute Begleitung und individuelle Betreuung.“ Die Ausbildung am Ev. Krankenhaus Witten ist seit vielen Jahren für ihre gute Qualität mit hoher Praxisorientierung und ihre individuell orientierte Lernatmosphäre bekannt.

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