Steintherapie

Inbetriebnahme neuer Lithotripter am EvK Witten

Liborius

„O heiliger Liborius, steh für uns ein, dass nicht Gries und Stein die Straf´ für uns´re Sünden sein“: Im Mittelalter galten Harnsteine und die damit verbundenen Koliken als göttliche Strafe, denn sie gehören zu den schlimmsten Schmerzen, die Menschen erdulden müssen. Gerade in Zeiten einer Wohlstandsernährung erleidet auch heute noch fast jeder Zweite im Laufe seines Lebens einen Nieren- oder Harnleiterstein. Dank den Möglichkeiten der modernen Urologie haben sie aber ihren Schrecken verloren.

Die Klinik für Urologie am Ev. Krankenhaus Witten verfügt zur Steintherapie über medizintechnische Geräte neuester Bauart. Im Zentrum steht ein Lithotripter der aktuellen Generation. Er bietet neben der kontaktfreien Steinzertrümmerung von außen per Stoßwellen (extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie, ESWL) als Kombigerät erweiterte Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Das Zerkleinern des Steines kann sowohl per Röntgenbild als auch mit Ultraschall überwacht werden. Das Gerät dient der Klinik außerdem als zweiter Röntgenapparat und kann so zum Beispiel bei Nieren- und Harnleiterspiegelungen oder Nierenpunktionen eingesetzt werden.

Als weitere Neuerung setzen die Urologen im Ev. Krankenhaus Witten auch bei der Entfernung von Nierensteinen auf die Wirkung von Laserstrahlen. Ein flexibles Endoskop ermöglicht dem Operateur, den Stein in der Niere oder dem Harnleiter in einem minimalinvasiven Eingriff zu erreichen, mit einem neu angeschafften Holmium-Laser zu zerkleinern und die Fragmente herauszuspülen oder mit winzigen Zangen oder Fangkörben zu entfernen. Gearbeitet wird dabei über ein Kamerasystem, das das Bild aus der Niere oder dem Harnleiter auf einen HD-Monitor bringt.

Das Behandlungsspektrum ergänzt ein „Litholapaxie-Instrument“ zur Nierenspiegelung von außen durch die Haut per Nierenpunktion. Es ermöglicht minimalinvasive Operationen an der Niere unter Umgehung der Harnwege. Es kann ebenfalls in Kombination mit dem neuen „Stein-Laser“ eingesetzt werden.

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Wiedemann

Chefarzt

Facharzt für Urologie
Spezielle urologische Chirurgie
Andrologie
Medikamentöse Tumortherapie

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