Chefarzt Dr. med. Andreas Wiedemann
Facharzt für Urologie
Spezielle urologische Chirurgie
Andrologie
Medikamentöse Tumortherapie
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Katharina Brinkmann-Neumann
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Privatsprechstunde bei Chefarzt Dr. Andreas Wiedemann nach Vereinbarung über das Sekretariat
Sonderdrucke aus "Der Urologe"
Hier können Sie Beiträge aus der Zeitschrift "Der Urologe, an denen Chefarzt Dr. Andreas Wiedemann beteiligt war, als elektronischen Sonderdruck ansehen.
Veröffentlichungen
Vom Fall zur Veröffentlichung
Die Medizin lebt vom Informationsaustausch. Dies bezieht sich nicht nur auf das Lesen von Fachbüchern, das Studieren von Fachzeitschriften und die persönliche Kommunikation zwischen Ärzten, sondern auch auf das Bekanntmachen von besonderen Fällen, neuen Behandlungs- oder Diagnosemethoden für interessierte Kollegen. So neulich geschehen in der Urologischen Klinik des Evangelischen Krankenhauses Witten,
Ein Patient stellte sich mit einer so genannten „Hodentorsion“ vor, einer schmerzhaften Verdrehung des Hodens um die Samenstrangachse mit Durchblutungsstörung und Gefahr des Absterbens des Hodens. Dieses Krankheitsbild ist in der Urologie wohl bekannt und führt zum notfallmäßigen Eingreifen: Der Hoden wird operativ freigelegt, wieder in alte Position gebracht und festgenäht.
Bei der Operation vor einigen Monaten stellten die Urologen im Evangelischen Krankenhaus Witten jedoch fest, dass der verdrehte Hoden offenbar erkrankt war: Der Patient hatte eine Veränderung bisher nicht bemerkt, sodass die Hodenverdrehung letztendlich zu der richtigen Diagnose führte. Durch eine Gewebsuntersuchung im pathologischen Institut wurde festgestellt, dass es sich um einen bösartigen Hodentumor handelte, der durch die zufällige Diagnose frühzeitig erkannt worden war. Der Patient gilt heute – nach Hodenentfernung und nachfolgender Chemotherapie – als geheilt.
Das gemeinsame Auftreten mit einer Hodenverdrehung wurde weltweit bisher nur acht Mal beschrieben, sodass die Urologen des Evangelischen Krankenhauses Witten sich entschlossen, die Erkenntnisse des Falles, die Ultraschallbilder, den intraoperativen Befund und die Gewebsschnitte Fachkollegen zur Verfügung zu stellen. Sie reichten den betreffenden Artikel in der Zeitschrift „Der Urologe“, dem Organ der Deutschen Gesellschaft für Urologie ein. Der Artikel wurde als publikationswürdig befundet und dieser Tage veröffentlicht. So lernen alle Urologen im deutschsprachigen Raum von dem Wittener Fall.


