Chefarzt Dr. med. Andreas Wiedemann
Facharzt für Urologie
Spezielle urologische Chirurgie
Andrologie
Medikamentöse Tumortherapie
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Prostatavergrößerung
Die Prostata (Vorsteherdrüse) gehört gemeinsam mit den Hoden, Nebenhoden, Samenleitern und den Samenbläschen zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes. Hauptaufgabe der Drüse ist die Produktion einer milchigen Flüssigkeit, die beim Samenerguss den größten Teil bildet und die Funktion hat, den Spermien ein günstiges Milieu auf ihrem Weg zur Eizelle zu schaffen.
Normalerweise ist die Prostata ungefähr so groß wie eine Walnuss. Bei den meisten Männern fängt sie mit zunehmendem Alter aufgrund hormoneller Veränderungen an zu wachsen. Die Vergrößerung kann bereits mit 40 Jahren beginnen. Da die Harnröhre durch die Prostata verläuft, wird sie durch das Gewebewachstum verengt.
Im Anfangsstadium muss eine vergrößerte Prostata nicht zwingend Beschwerden verursachen. Häufig wird nur bei Vorsorgeuntersuchungen erkannt, dass sich die Prostata vergrößert hat. Später kann der Druck auf die Harnröhre zunehmende Beschwerden beim Wasserlassen hervorrufen – zum Beispiel nächtliche Blasenschwäche, schwachen Harnstrahl, plötzlichen Harndrang, unvollständige Blasenentleerung, Verzögerungen beim Wasserlassen oder Schmerzen und Brennen während des Wasserlassens. Die Beschwerden können die Lebensqualität stark beeinträchtigen – etwa durch Verzicht auf Reisen, Unterbrechungen von Freizeitaktivitäten und häufige Toilettengänge.
Während am Anfang der gutartigen Erkrankung, die der Mediziner als „benigne Prostata-Hyperplasie“ bezeichnet, eine medikamentöse Behandlung ausreicht, muss in späteren Stadien manchmal die Prostata ausgeschält werden. Bei dem wenig belastenden Eingriff wird Prostata-Gewebe mit einem Elektroinstrument über die Harnröhre entnommen. Bei diesem klassischen endoskopischen Verfahren, der sogenannten transurethralen Prostataresektion (TUR-P) erhält der Urologe über eine in den Körper eingeführte Kamera eine exzellente Sicht auf Blase, Prostata und Schließmuskel.
Eine Alternative zur Prostataschälung ist die Laser-Operation, bei der das Gewebe mit Laserenergie abgetragen wird.
Ausführliche Informationen zur Lasertherapie erhalten Sie hier.


