Eine interessante Detektivarbeit

Vortragsreihe Medizin konkret im Ev. Krankenhaus Witten
Die Referenten (v.l.) Dr. Dirk Martin, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. Mario Iasevoli, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, und Dr. Oliver Johann Wolf, Ärztlicher Leiter der Radiologie Witten am EvK Witten, bei ihren Vorträgen.

23. März 2018

„Medizin konkret“-Vortrag am Ev. Krankenhaus Witten informierte über Akutversorgung vom Symptom über die Diagnostik zur Therapie

Wenn ein Patient mit starken Schmerzen oder nach einem Unfall ins Krankenhaus kommt, gilt es, schnell die richtige Behandlung einzuleiten. Dafür muss aber erst die Ursache für die Symptome gefunden werden, und da ist mitunter echte Detektivarbeit gefragt. Beim Vortrag über Akutversorgung stellten Experten aus dem Ev. Krankenhaus Witten im Rahmen der Reihe „Medizin konkret“ den Weg vom Symptom über die Diagnostik bis zur Therapie vor.

Dabei kommen je nach Krankheitsbild Methoden wie die körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen oder bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und Computertomografie zum Einsatz. „Nicht immer müssen alle Untersuchungen durchgeführt werden“, betont Dr. Dirk Martin, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Denn manche Diagnosen liegen auf der Hand. Wie die Schnittwunde zu versorgen ist, weiß der behandelnde Arzt nach einem Blick auf den blutenden Finger. Schmerzt nach einem Sturz das Handgelenk, lässt sich mit Hilfe eines Röntgenbildes feststellen, ob der Knochen gebrochen ist oder nur verstaucht.

Komplizierter wird es zum Beispiel bei Bauchschmerzen. Diese können auf Erkrankungen verschiedener Organe hindeuten – je nach Region, in der sie auftreten. Aber auch Wirbelsäulenbeschwerden und manche Herzleiden können in den Bauch ausstrahlen, weshalb es solche Gründe gegebenenfalls mit entsprechenden Untersuchungen auszuschließen gilt, erklärt Dr. Mario Iasevoli, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. In jedem Fall erfolgen eine körperliche Untersuchung, die Bestimmung der Laborwerte und Ultraschall sowie gegebenenfalls weitere Zusatzuntersuchungen. Dr. Iasevoli betont zudem die große Bedeutung der Anamnese, bei der mögliche medizinisch relevante Informationen abgefragt werden. „Nach einer guten Anamnese weiß man in den meisten Fällen, in welche Richtung die Therapie geht.“

Zur Unterstützung bei der akuten Diagnostik kommen häufig auch radiologische Verfahren zum Einsatz, insbesondere das Röntgen. Dr. Oliver Johann Wolf, Ärztlicher Leiter der Radiologie Witten am EvK Witten, zeigt anhand von Aufnahmen Beispiele. Neben Knochenbrüchen lassen sich auch viele Erkrankungen der inneren Organe im Röntgenbild gut darstellen – etwa eine Divertikulitis, bei der sich Ausstülpungen am Darm entzünden.

Unter dem Motto „Medizin konkret“ informiert das Ev. Krankenhaus Witten an jedem dritten Mittwoch im Monat um 17 Uhr über ein aktuelles Thema aus den Bereichen Medizin, Pflege, Therapie.

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